Viele Menschen entscheiden sich dafür, Nachhilfe zu geben, um ihr Einkommen aufzubessern oder sich sogar ein eigenes kleines Bildungsbusiness aufzubauen. Ob als Student, Lehrer oder Quereinsteiger – private Nachhilfe gehört heute zu den beliebtesten Nebenjobs in Deutschland. Doch sobald man regelmäßig Unterricht gibt und Geld verdient, tauchen schnell Fragen auf:
Gerade für Nachhilfelehrer ist es wichtig zu verstehen, welche steuerlichen Regeln gelten und welche Ausgaben sie geltend machen können. In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, was Nachhilfelehrer steuerlich wissen müssen, welche Möglichkeiten es gibt und wie du deine Tätigkeit richtig organisierst.
Inhaltsverzeichnis

Nachhilfe steuerlich absetzbar: Wenn du Nachhilfe gibst, musst du deine Einnahmen zwar versteuern, kannst aber viele berufliche Ausgaben steuerlich geltend machen.
Nachhilfe von der Steuer absetzen: Kosten für Unterrichtsmaterialien, Fachbücher, Software, technische Geräte oder Fahrtkosten zu Schülern können häufig als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Organisation ist entscheidend: Um Nachhilfe von der Steuer absetzen zu können, solltest du Einnahmen dokumentieren und Belege für alle relevanten Ausgaben sammeln.
Nebenjob mit Potenzial: Nachhilfe geben kann ein flexibler Nebenverdienst sein – besonders wenn du mehrere Schüler pro Woche unterrichtest oder Online-Nachhilfe anbietest.
Mehr Schüler finden: Plattformen für Nachhilfelehrer erleichtern den Einstieg, da dort viele Schüler aktiv nach Unterstützung in verschiedenen Fächern suchen.
Die Frage „Ist Nachhilfe steuerlich absetzbar?“ wird häufig gestellt – allerdings muss man hier zwei Perspektiven unterscheiden.
Eltern, die Nachhilfe für ihre Kinder bezahlen
Lehrer oder Tutoren, die Nachhilfe geben
In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die zweite Perspektive: Was bedeutet die Steuer für Nachhilfelehrer? Wenn du Nachhilfe gibst und dafür bezahlt wirst, gilt das Einkommen in der Regel als selbstständige Tätigkeit oder Nebentätigkeit. Das bedeutet:
Einnahmen aus Nachhilfe müssen grundsätzlich beim Finanzamt angegeben werden
Gleichzeitig kannst du berufliche Ausgaben steuerlich absetzen
Das ist für viele Tutoren sogar ein Vorteil. Denn viele Kosten, die beim Unterrichten entstehen, können steuerlich berücksichtigt werden.
Diese Schüler brauchen deine Hilfe!

Viele fragen sich: „Kann man Nachhilfe von der Steuer absetzen?“. Als Tutor lautet die Antwort meistens: Ja – zumindest teilweise. Während die Einnahmen versteuert werden müssen, können betriebsbedingte Ausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Diese werden als Betriebsausgaben bezeichnet. Typische Beispiele sind:
Das bedeutet: Wenn du beispielsweise 5.000 € im Jahr durch Nachhilfe verdienst, aber 1.000 € für Material und Ausstattung ausgibst, wird nur der Gewinn versteuert. Diese Regelung macht Nachhilfe als Nebenjob besonders attraktiv.
Wenn du regelmäßig Nachhilfe gibst, entstehen oft mehr Kosten, als man zunächst denkt. Genau diese Ausgaben kannst du in vielen Fällen steuerlich geltend machen. Hier sind einige der wichtigsten Posten.
Alles, was du direkt für deinen Unterricht nutzt, kann normalerweise abgesetzt werden:
Gerade wenn du mehrere Schüler unterrichtest, können sich diese Kosten schnell summieren.
Heute findet Nachhilfe häufig online statt. Deshalb gehören digitale Geräte zu den wichtigsten Arbeitsmitteln. Steuerlich absetzbar sind häufig:
Wenn du diese Geräte überwiegend für deine Nachhilfe nutzt, kannst du sie meist vollständig oder anteilig absetzen.
Viele Nachhilfelehrer besuchen ihre Schüler zuhause. In diesem Fall kannst du Fahrtkosten steuerlich geltend machen. In Deutschland gilt dafür häufig die sogenannte Kilometerpauschale. Das bedeutet:
Gerade bei mehreren Schülern pro Woche können diese Kosten relevant werden.
Wenn du deine Nachhilfe von zuhause aus organisierst, kannst du unter Umständen auch Teile deiner Wohnkosten absetzen. Das gilt zum Beispiel für:
Wichtig ist, dass der Raum hauptsächlich beruflich genutzt wird.

Die Frage „Ist Nachhilfe für Kinder steuerlich absetzbar?“ wird oft von Eltern gestellt. Für Lehrer ist dieser Punkt dennoch relevant. Warum? Wenn Eltern wissen, dass bestimmte Bildungskosten steuerlich berücksichtigt werden können, sind sie oft eher bereit, in Nachhilfe zu investieren. Das bedeutet indirekt:
Gerade in Fächern wie Mathematik, Englisch, Deutsch oder Physik steigt die Nachfrage jedes Jahr. Viele Lehrer entscheiden sich deshalb bewusst dafür, regelmäßig Nachhilfe zu geben und sich einen festen Schülerstamm aufzubauen.
Wenn du Nachhilfe gibst, gelten meist die Regeln für selbstständige Nebentätigkeiten. Das bedeutet:
Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist die steuerliche Organisation weniger kompliziert als gedacht. Viele Nachhilfelehrer arbeiten beispielsweise:
Die sogenannte Kleinunternehmerregelung ist besonders beliebt, weil sie bürokratische Hürden reduziert.
Viele angehende Tutoren fragen sich auch: Wie viel Einkommen kann man mit Nachhilfe verdienen? Die Antwort hängt stark von verschiedenen Faktoren ab:
Typische Stundenpreise in Deutschland liegen häufig zwischen:
Wenn du mehrere Schüler pro Woche unterrichtest, kann daraus schnell ein stabiler Nebenverdienst entstehen.
Eine der größten Herausforderungen für neue Tutoren ist oft nicht der Unterricht selbst, sondern:
Neue Schüler finden.
Viele Lehrer versuchen zunächst:
Doch diese Methoden sind oft unzuverlässig. Deshalb entscheiden sich viele Nachhilfelehrer dafür, über Nachhilfeplattformen zu arbeiten. Dort suchen täglich viele Schüler aktiv nach Unterstützung in verschiedenen Fächern. Wenn du dich auf einer Plattform registrierst, kannst du:
Gerade für neue Tutoren kann das eine einfache Möglichkeit sein, schnell erste Schüler zu finden.

Die Nachfrage nach privatem Unterricht wächst seit Jahren kontinuierlich. Die Gründe dafür sind vielfältig:
Viele Schüler profitieren enorm von persönlicher Unterstützung außerhalb der Schule. Für Lehrer bedeutet das gleichzeitig eine große Chance: Nachhilfe kann eine flexible und sinnvolle Einnahmequelle sein. Besonders attraktiv ist dabei:

Damit du Nachhilfe von steuer absetzen kannst, ist eine gute Organisation wichtig. Hier sind einige praktische Tipps:
Notiere regelmäßig:
Viele Tutoren nutzen dafür einfache Tabellen oder Rechnungsprogramme.
Bewahre alle Rechnungen auf, die mit deiner Nachhilfe zusammenhängen, zum Beispiel:
Diese Belege sind wichtig, falls das Finanzamt Nachweise verlangt.
Auch wenn du Nachhilfe nur nebenbei gibst, solltest du deine Einnahmen in der jährlichen Steuererklärung angeben. Viele Nachhilfelehrer nutzen dafür:
Ein großer Trend der letzten Jahre ist Nachhilfe geben, aber Online. Immer mehr Schüler bevorzugen Unterricht über Video-Plattformen, weil er flexibler, ortsunabhängig und oft günstiger ist. Für Lehrer bedeutet das:
Viele Plattformen für Nachhilfe unterstützen deshalb gezielt Online-Unterricht.
Viele Menschen überlegen lange, ob sie Nachhilfe geben sollen. Dabei ist der Einstieg oft einfacher als gedacht. Wenn du ein Schulfach gut beherrschst – zum Beispiel:
kannst du bereits Schüler unterstützen. Gerade Plattformen für Nachhilfe machen es einfach, ein Profil zu erstellen und erste Unterrichtsanfragen zu erhalten. Viele Schüler suchen dort täglich nach Lehrern für verschiedene Klassenstufen. Für neue Tutoren kann das der schnellste Weg sein, erste Erfahrungen zu sammeln und sich einen Schülerstamm aufzubauen.
Die wichtigste Erkenntnis lautet:
Ja – viele Kosten rund um Nachhilfe können steuerlich abgesetzt werden.
Wenn du Nachhilfe gibst, musst du zwar deine Einnahmen versteuern, kannst aber gleichzeitig zahlreiche berufliche Ausgaben geltend machen, zum Beispiel:
Mit einer guten Organisation lässt sich deine Nachhilfetätigkeit daher einfach und effizient verwalten. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Nachhilfe jedes Jahr weiter. Für viele Lehrer und Studierende ist Nachhilfe deshalb nicht nur ein Nebenjob, sondern eine langfristige Möglichkeit, ihr Wissen weiterzugeben und zusätzlich Geld zu verdienen.
Wenn du darüber nachdenkst, selbst Nachhilfe zu geben, lohnt es sich, frühzeitig zu starten und dir Schritt für Schritt einen festen Schülerstamm aufzubauen.