Heute sind Bildschirme kaum aus dem Kinderzimmer wegzudenken. Webseiten und Plattformen wie YouTube und Netflix haben deshalb die Rubrik "Kids" entwickelt, sodass es einfacher, aber auch sicherer ist, wenn es darum geht zu entscheiden, mit welchen Serien Kinder am besten lernen können. Dieser Ratgeber stellt englische Serien für Kinder von 3 bis 12 Jahren und für Teenager vor, sortiert nach Alter und mit Angabe der FSK-Freigabe.
Inhaltsverzeichnis
Wenn es darum geht, eine neue Sprache zu lernen, dann ist Englisch oft die erste Wahl. Die gute Nachricht ist, dass Kinder dabei Spaß haben werden. Serien bieten eine ideale Methode, um Englisch zu lernen, ohne es als lästige Aufgabe wahrzunehmen.
Authentischer Sprachgebrauch: In Serien hören Kinder echte Gespräche und Redewendungen, die ihnen helfen werden, die Fremdsprache in einem fast realen Kontext. Wenn Kinder regelmäßig bei englischsprachigen Gesprächen zuhören, entwickeln sie ganz klar ihr Hörverständnis und ihre Aussprache wird geschult.
Visuelles Lernen: Dank der Bilder oder Animationen wird das Sprachverständnis unterstützt. Auch das Lernen neuer Englisch-Vokabeln oder Ausdrücke wird dank der Bilder einfacher sein, auswendig zu lernen. Die Kinder können Verbindungen zwischen dem, was sie sehen und dem, was sie hören herstellen. Dadurch wird ihre sprachliche Fähigkeit gestärkt und es hilft beim zukünftigen Auswendiglernen von Vokabeln.
Englisch-Nachhilfe in der Nähe
Aufregende Themen: Durch spannende Geschichten und interessanten Charaktere werden die Kinder dazu animiert, die Serie weiterzuschauen und auf diese Weise mehr über die Sprache und die jeweilige englischsprachige Kultur zu lernen.
Welche Serie passt, hängt vor allem vom Alter ab. Kleine Kinder brauchen kurze Folgen, ruhige Bilder und einfache Sätze, ältere Kinder und Teenager vor allem eine Serie, die sie auch auf Deutsch spannend fänden. Wichtig ist außerdem die FSK-Freigabe, denn nicht jede beliebte Serie ist für jedes Alter geeignet. Die Übersicht fasst die Empfehlungen zusammen:
Puffin Rock (Netflix, FSK 0): Die irische Zeichentrickserie (deutscher Titel „Puffin Rock – Oonas und Babas Insel“) begleitet das Papageitaucher-Mädchen Oona und ihren kleinen Bruder Baba auf ihrer Insel. „Puffin Rock“ ist für die Kleinsten besonders zu empfehlen, denn die Bilder bewegen sich langsam und es gibt nur wenige Schnitte. Anders als viele schnell geschnittene Serien überfordert die ruhige Bildfolge kleine Kinder nicht. Ein Erzähler kommentiert das Geschehen in klarem, langsamem Englisch, und die Folgen sind nur wenige Minuten lang.
Peppa Wutz: Weltweit ist Peppa Wutz (im Original Peppa Pig) die unschlagbare Nummer 1 bei Kleinkindern, wenn es um Serien geht. Es dreht sich alles um das bezaubernde Schweinemädchen Peppa, ihre Familie und Freunde. Die Dialoge sind einfach und wiederholen sich, dadurch können Kinder auf unterhaltsame Weise ihre Englischkenntnisse ausbilden. Die Serie gibt es bei Disney+ und Toggo.
Sesamstraße: Jahrzehntelang gehört die Sesame Street nun schon zu den beliebtesten Bildungsserien für Kinder. Mit einer buntgemischten Besetzung, einprägsamen Liedern und lehrreichen Szenen, bietet diese Serie einen spaßigen Rahmen, um Grundkenntnisse im Englischen zu entwickeln.
Paw Patrol: Diese Animationsserie, die die Herzen von Kindern auf der ganzen Welt erobert hat, bietet eine pädagogische und unterhaltsame Erfahrung, die über den Bildschirm hinausgeht.
Die Serie folgt den Abenteuern einer Gruppe heldenhafter Welpen unter der Führung eines 10-jährigen Jungen namens Ryder. Gemeinsam bilden sie die Paw Patrol, eine Rettungstruppe, die unermüdlich daran arbeitet, die Gemeinde von Adventure Bay zu schützen.
Worum geht es?
Die Welpen haben unterschiedliche Fähigkeiten. Sie haben auch alle ihre eigenen Fahrzeuge, um unterschiedlichste Probleme zu lösen und ihren Mitmenschen und anderen Tieren in Not zu helfen. Marshall ist z. B. ein mutiger Dalmatiner, der Aufgaben der Feuerwehr übernimmt.
Chase hingegen ist ein deutscher Schäferhund, der besonders gut darin ist, ein Team zu leiten und dafür zu sorgen, dass sich alle sicher fühlen. Die Diversität der Charaktere in Paw Patrol sorgt dafür, dass verschiedene Vorbilder geschaffen werden und fördert auch den Teamgeist bei Kindern.
Bei Paw Patrol geht es darum, Probleme zu lösen und Hürden zu überwinden. Auch die Gemeinschaft spielt eine wichtige Rolle. In jeder Folge tritt eine neue Notfallsituation auf, in der die Hunde zusammenarbeiten müssen, um den Tag zu retten. Von Waldbränden bis hin zu Rettungsaktionen auf See, in dieser Serie auf Englisch, wird der Wert der Freundschaft und der bedingungslosen Hilfe vermittelt.
Neben ihren pädagogischen Aspekten bietet Paw Patrol auch wertvolle Lebenslektionen. Die Episoden behandeln oft Themen wie die Bedeutung, um Hilfe zu bitten, Überwindung von Angst und Akzeptanz der Unterschiede untereinander. Diese Lektionen werden auf eine für Kinder zugängliche Weise präsentiert, die es ihnen ermöglicht, über wichtige Werte nachzudenken, während sie sich unterhalten lassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Paw Patrol nicht nur eine Animationsserie ist; es ist eine Erfahrung, die Kinder erzieht, unterhält und einen dauerhaften Eindruck in den Herzen und Köpfen ihrer jungen Zuschauer hinterlässt. Durch ihre aufregenden Abenteuer und Lebenslektionen inspiriert die Paw Patrol Kinder weiterhin dazu, mutig, freundlich und hilfsbereit im täglichen Leben zu sein.
Bluey (Disney+, FSK 0): Die australische Serie erzählt in rund siebenminütigen Folgen vom Alltag einer Hundefamilie. Die Sätze sind kurz und die Situationen bekannt, vom Spielen bis zum Zubettgehen, sodass Kinder viel aus dem Zusammenhang verstehen. Nebenbei hören sie, dass Englisch nicht überall gleich klingt.
Der Zauberschulbus ist wieder unterwegs (Netflix, FSK 0): Die Neuauflage des Klassikers „The Magic School Bus“ nimmt eine Schulklasse mit auf Ausflüge in den menschlichen Körper, ins Weltall oder unter Wasser. Die Serie verbindet Englisch mit Sachkunde, und Fachbegriffe werden im Gespräch erklärt.
Hilda (Netflix, FSK 6): Die Abenteuer eines neugierigen Mädchens in einer Welt voller Trolle und Waldgeister sind ruhig erzählt und gut zu verstehen. Die Dialoge sind etwas länger als bei Vorschulserien und passen zu Kindern, die erste englische Sätze bereits sicher erkennen.
Die Abenteuer des gestiefelten Katers (Netflix, FSK 0): Die Serie folgt dem gestiefelten Kater aus „Shrek“. Die Dialoge sind anspruchsvoller als in den Serien für jüngere Kinder und erweitern den Wortschatz spielerisch.
Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Netflix, FSK 6): Die drei Baudelaire-Waisen kämpfen gegen den finsteren Graf Olaf. Für das Englischlernen ist die Serie ein Glücksfall, denn der Erzähler erklärt schwierige Wörter direkt in der Folge. So wächst der Wortschatz, ohne dass die Folge unterbrochen werden muss.
Avatar – Der Herr der Elemente (Prime Video, FSK 6): Die Zeichentrickserie um den jungen Aang ist bei Kindern ab etwa zehn Jahren sehr beliebt. Die Sprache ist klar, die Handlung über mehrere Staffeln spannend genug, um dranzubleiben.
Percy Jackson: Die Serie (Disney+, FSK 12): Die Verfilmung der beliebten Jugendbuchreihe eignet sich für Kinder ab 12 Jahren. Wer die Bücher kennt, versteht die Handlung leichter und kann sich stärker auf die Sprache konzentrieren.
Anne with an E (Netflix, FSK 12): Die Geschichte des Waisenmädchens Anne Shirley nach dem Roman „Anne of Green Gables“ bietet ein reiches, etwas altmodisches Vokabular. Die Serie spricht auch ernste Themen an. Eltern sollten deshalb vorher einen Blick hineinwerfen.
Heartstopper (Netflix, FSK 6): Die britische Serie über Freundschaft und erste Liebe an einer Schule nutzt viel Jugendsprache und kurze Dialoge. Sie zeigt, wie Gleichaltrige in Großbritannien tatsächlich sprechen.
Noch nie in meinem Leben … (Netflix, ab 12 Jahren): Die US-Comedy „Never Have I Ever“ über eine Schülerin in Kalifornien bietet amerikanisches Alltagsenglisch, viel Humor und Folgen von rund 30 Minuten.
Einige der beliebtesten englischsprachigen Serien werden oft für Kinder empfohlen, sind laut FSK aber erst ab 16 Jahren freigegeben. Für ältere Jugendliche sind sie eine gute Wahl, weil die Dialoge schnell und umgangssprachlich sind.
Weitere Serien für Erwachsene und fortgeschrittene Lernende stellt der Beitrag Serien zum Englisch Lernen vor.
Serien sind eine wertvolle Ressource zur Förderung des Englischunterrichts für Kinder. Indem sie in spannende Geschichten eintauchen, verbessern sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern entwickeln auch wichtige kognitive Fähigkeiten. Wichtig ist, dass die Serie zum Alter passt. Für kleine Kinder eignen sich ruhige Serien wie „Puffin Rock“, für ältere Kinder und Teenager Serien mit passender FSK-Freigabe. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können diese Serien als unterhaltsame Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht nutzen und so das Sprachenlernen zu einer positiven und bereichernden Erfahrung machen.