Ich bin Bini, 27, und gebe seit rund zehn Jahren Mathe-Nachhilfe. Angefangen hat das in der Schule, weil ein Freund zwei Tage vor der Klassenarbeit vor seinem Heft saß und ehrlich gesagt gar nichts verstanden hatte. Er hat dann eine Vier geschrieben. Wir haben gefeiert, als wäre es eine Eins gewesen. Studiert habe ich Mathematik auf Lehramt.
Unterrichten kann ich Arithmetik, Geometrie, Trigonome...
Ich bin Bini, 27, und gebe seit rund zehn Jahren Mathe-Nachhilfe. Angefangen hat das in der Schule, weil ein Freund zwei Tage vor der Klassenarbeit vor seinem Heft saß und ehrlich gesagt gar nichts verstanden hatte. Er hat dann eine Vier geschrieben. Wir haben gefeiert, als wäre es eine Eins gewesen. Studiert habe ich Mathematik auf Lehramt.
Unterrichten kann ich Arithmetik, Geometrie, Trigonometrie, Logik und Statistik, von der Mittelstufe bis zum Abitur. Nachprüfungen mache ich ebenfalls, und Statistik auch für Studierende, die im ersten Semester plötzlich damit dasitzen, obwohl sie etwas ganz anderes studieren wollten.
Einen Satz kann ich nicht ausstehen: „Das ist doch logisch." Der nützt nur dem, der ihn sagt. Wenn dir etwas nicht logisch vorkommt, hat das meistens einen konkreten Grund, und der liegt oft drei Kapitel weiter hinten. Bei Trigonometrie liegt er fast immer im Dreieck davor. Genau da fangen wir dann an, auch wenn wir eigentlich für Freitag üben sollten.
So läuft eine Stunde bei mir ab: Du rechnest, ich sitze daneben. Ich rechne dir nicht fünfzig Minuten Beispiele vor, während du mitschreibst. Das sieht nach Fortschritt aus, hält aber ungefähr bis zum nächsten Tag. Stattdessen frage ich viel nach, manchmal auch bei Sachen, die du offensichtlich kannst, weil ich sonst nicht merke, an welcher Stelle es kippt. Wenn du auf eine Frage keine Antwort hast, ist das für mich die nützlichste Information der ganzen Stunde.
Bei Fehlern sage ich dir nicht sofort, wo er steckt. Wir suchen ihn gemeinsam, weil du das in der Arbeit auch allein können musst. Am Anfang dauert das länger, nach ein paar Wochen findest du die meisten selbst. In Geometrie und Trigonometrie zeichnen wir außerdem viel, denn die Hälfte der Aufgaben löst sich, sobald die Skizze stimmt.
Das Tempo bestimmst du. Ich gehe lieber zweimal zurück, als ein Thema abzuhaken, das bei der nächsten Arbeit sowieso wieder auftaucht. Vor Klassenarbeiten und Klausuren üben wir dagegen ganz ohne Prinzipien das, was drankommt. Wenn am Freitag die Arbeit ist, ist Freitag das Thema.
An die Eltern: Sie bekommen von mir eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie unbequem ist. Wenn zwei Wochen vor dem Abitur nicht mehr reichen, sage ich das vorher und nicht hinterher.
Was ich in zehn Jahren gelernt habe: Fast niemand ist schlecht in Mathe. Die meisten haben irgendwann etwas nicht verstanden, es ist untergegangen, und seitdem baut alles darauf auf. Das lässt sich aufholen, es dauert nur ein paar Wochen länger, als allen lieb ist.
Mitbringen solltest du Heft, Aufgabenblatt und die letzte Arbeit, gerade die schlechte. Da steht meistens genau drin, wo wir ansetzen müssen.
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