Anzeigenbeschreibung
Ich bin Erblin, 27, und erkläre seit rund zehn Jahren Programmieren. Angefangen hat das mit einem Freund, der bei seinem ersten Java-Programm eine Stunde an einer Schleife saß, die einmal zu oft durchlief. Wir haben ewig gebraucht. Als es dann passte, war das ein besserer Moment als das fertige Programm später.
Studiert habe ich Wirtschaftsinformatik und Mathematik auf Lehramt. Inhaltlich geht es bei mir um die gängigen Sprachen wie Java, C#, C++ und JavaScript, um Webentwicklung mit HTML, CSS und PHP, und um die Frage, wie du KI-Werkzeuge sinnvoll einsetzt, ohne am Ende Code abzugeben, den du nicht erklären kannst. Genau das fällt nämlich spätestens bei der ersten Rückfrage auf.
Die Sprache selbst ist dabei ehrlich gesagt zweitrangig. Wer einmal verstanden hat, was eine Schleife tatsächlich macht und warum sich ein Objekt so verhält, wie es sich verhält, wechselt später ohne großen Aufwand.
Einen Satz kann ich nicht ausstehen: „Das ist doch logisch." Der nützt nur dem, der ihn sagt. Wenn dir etwas nicht logisch vorkommt, hat das meistens einen konkreten Grund, und der liegt oft drei Kapitel weiter hinten. Genau da fangen wir dann an, auch wenn eigentlich am Freitag die Abgabe wäre.
So läuft eine Stunde ab: Du tippst, ich sitze daneben. Ich zeige dir nicht dreißig Minuten meinen Bildschirm, während du zuschaust. Das sieht nach Fortschritt aus und hält ungefähr bis zum nächsten Tag. Stattdessen frage ich viel nach, manchmal auch bei Sachen, die du offensichtlich verstanden hast, weil ich sonst nicht merke, an welcher Stelle es kippt. Wenn du auf eine Frage keine Antwort hast, ist das für mich die nützlichste Information der ganzen Stunde.
Bei Fehlern gebe ich dir nicht sofort die Lösung. Wir lesen zuerst die Meldung, dann schauen wir, was der Code tatsächlich macht statt was er machen soll. In C++ steckt das Problem oft im Speicher, in Java und C# häufiger in einer Annahme über ein Objekt, die einfach nicht stimmt. Am Anfang dauert das länger, nach ein paar Wochen findest du das meiste allein. Fehler suchen ist ohnehin nicht das Gegenteil vom Programmieren, sondern der größere Teil davon.
Das Tempo bestimmst du. Vor Klausuren und Abgaben machen wir aber ganz ohne Prinzipien das, was ansteht. Wenn übermorgen abgegeben wird, ist übermorgen das Thema.