Anzeigenbeschreibung
Ich bin Erblin, 27, und gebe seit rund zehn Jahren Nachhilfe. Englisch ist nicht meine Muttersprache, und das halte ich für einen Vorteil. Ich musste die Sprache selbst lernen, mit denselben Regeln, die dich gerade nerven, und ich weiß noch, welche davon wirklich Probleme machen. Muttersprachler wissen, was richtig klingt. Warum, können sie oft nicht erklären.
TOEFL, IELTS, TOEIC und CPE habe ich alle selbst abgelegt. Ich kenne diese Prüfungen also nicht aus dem Lehrerheft, sondern aus dem Prüfungsraum: das Gefühl, wenn beim Listening die Aufnahme weiterläuft und du noch bei der vorherigen Frage bist, oder wenn im Speaking der Ton losgeht, bevor du einen Gedanken hast. Genau diese Momente üben wir, weil dort die Punkte verloren gehen und nicht beim Vokabular.
Bei einer Prüfungsvorbereitung machst du in der ersten Stunde einen Übungstest unter echten Bedingungen, auch wenn das unangenehm ist. Danach wissen wir beide, ob wir am Wortschatz arbeiten müssen oder nur an der Zeiteinteilung. Das sind zwei völlig verschiedene Baustellen.
In der Stunde redest du deutlich mehr als ich. Für viele ist das der schwierigste Teil, gerade wenn man ungern Fehler macht. Deshalb meine Regel: Ich unterbreche dich beim Sprechen nicht wegen jedes Fehlers. Ich schreibe mit, und wir gehen es danach gemeinsam durch. Sonst verlierst du mitten im Satz den Faden und traust dich beim nächsten Mal noch weniger.
Beim Schreiben bekommst du deine Texte mit Anmerkungen zurück, nicht nur mit einer Bewertung. Beim zweiten Mal korrigierst du selbst, bevor ich es tue. Grammatik machen wir nur, wenn sie dir konkret im Weg steht.
Wenn es dir nicht um ein Zertifikat geht, sondern um die Schule, um ein Vorstellungsgespräch oder um Meetings auf Englisch, üben wir genau das. Also die Sätze, die du am Montag tatsächlich brauchst, und nicht die aus dem Lehrbuch.
Einen Satz kann ich nicht ausstehen: „Das musst du einfach fühlen." Der nützt nur dem, der ihn sagt. Meistens steckt hinter dem Gefühl eine Regel, die dir bloß nie jemand erklärt hat.
Was ich in zehn Jahren gelernt habe: Am Sprechen scheitert es fast nie am Wortschatz. Es scheitert daran, dass jemand Angst hat, sich zu blamieren, und deshalb lieber schweigt. Genau daran arbeiten wir zuerst.