Laut Statistischem Bundesamt haben letztes Jahr insgesamt 341.700 Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihr Abitur erworben. Doch obwohl jährlich Hunderttausende die Prüfungen ablegen, bleibt das Abitur-Punktesystem für viele bis kurz vor dem Abschluss ein Rätsel.
Dabei lohnt es sich, das System früh zu verstehen. Wer weiß, wie Notenpunkte berechnet werden und welche Kurse besonders stark ins Gewicht fallen, kann die eigene Fächerwahl gezielt treffen und die Vorbereitung auf die richtigen Schwerpunkte ausrichten.
Dieser Artikel erklärt die Abitur Punktetabelle Schritt für Schritt: von der 15-Punkte-Skala über die Umrechnung der Abi Punkte in Noten bis hin zu konkreten Tipps für die Abiturvorbereitung.
Inhaltsverzeichnis
Das Abitur Punktesystem bewertet alle Leistungen auf einer Skala von 0 bis 15 Punkten. Diese Punkte werden in zwei Blöcken gesammelt: Block I umfasst die Noten der gesamten Qualifikationsphase (maximal 600 Punkte), Block II die Ergebnisse der Abiturprüfungen (maximal 300 Punkte). Die Gesamtpunktzahl aus beiden Blöcken entscheidet über die Abschlussnote.
Die Qualifikationsphase umfasst in der Regel zwei Schuljahre (Klasse 11 und 12 oder 12 und 13, je nach Bundesland). In dieser Zeit werden in verschiedenen Kursen Halbjahresergebnisse gesammelt, die in Block I einfließen.
Dabei gilt: Leistungskurse werden stärker gewichtet als Grundkurse. Ein Leistungskurs zählt doppelt, ein Grundkurs einfach. Diese Gewichtung ist bundesweit durch die Kultusministerkonferenz (KMK) geregelt.
Block II besteht aus den Abiturprüfungen. Je nach Bundesland werden drei bis fünf Prüfungsfächer abgelegt. Auch diese Ergebnisse werden in Punkte umgerechnet und fließen in die Gesamtbewertung ein.
Wann die Abiturprüfungen genau stattfinden, zeigt die Übersicht der Abiturprüfungen 2026 und ihre Termine.

Die folgende Tabelle zeigt, wie einzelne Kurspunkte (0 bis 15) in Schulnoten umgerechnet werden:
Die Gesamtpunktzahl aus Block I und Block II ergibt die Abschlussnote. Die folgende Tabelle zeigt die vollständige Umrechnung:
| Hinweis: Bayern und einige andere Bundesländer verwenden leicht abweichende Formeln. |
Zum Bestehen des Abiturs sind mindestens 300 von 900 möglichen Gesamtpunkten erforderlich. Zusätzlich gibt es Block-Minima: In Block I müssen mindestens 200 Punkte erreicht werden, in Block II mindestens 100 Punkte. Wer einen dieser Werte unterschreitet, gilt als nicht bestanden, auch wenn die Gesamtpunktzahl auf den ersten Blick ausreichend erscheint.
Diese Regelungen gelten bundesweit, können in Details aber variieren. In Bayern beispielsweise müssen Schülerinnen und Schüler in Block II mindestens 48 Punkte in vier Prüfungsfächern erreichen, wie die Gymnasiale Oberstufe Bayern ausführlich beschreibt.
Die Bestehensquote beim Abitur ist in Deutschland insgesamt sehr hoch. Laut Statistiken der Kultusministerkonferenz (KMK) bestehen deutschlandweit regelmäßig mehr als 97 % der Prüflinge das Abitur im ersten Anlauf.
Das klingt zunächst beruhigend, aber die genaue Punktzahl bestimmt, wie gut die Abschlussnote ausfällt und welche Studiengänge offenstehen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur das Bestehen im Blick zu haben, sondern aktiv auf das Ergebnis hinzuarbeiten.
Viele Schülerinnen und Schüler unterschätzen, wie stark Prüfungsdruck die Leistung beeinflussen kann. Wer merkt, dass die Nervosität zunimmt, findet in unserem Blog hilfreiche Tipps zum Thema Prüfungsangst überwinden.
In den meisten Bundesländern sind Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache als Prüfungsfächer vorgeschrieben. Dazu kommen Leistungskurse und Grundkurse aus verschiedenen Fachbereichen. Leistungskurse werden doppelt gewichtet und zählen stärker für die Gesamtnote als Grundkurse. Welche Leistungskurse du wählst, hat also direkten Einfluss auf die erreichbare Punktzahl.
Hinweis: Bayern bildet seit dem G9-Abitur 2026 eine Ausnahme. Deutsch und Mathe sind dort nicht mehr beide verpflichtend als schriftliche Prüfungsfächer. Stattdessen müssen mindestens zwei erhöht belegte Fächer schriftlich geprüft werden, wobei eine freie Wahl besteht. Eine Fremdsprache bleibt jedoch Pflichtbestandteil. Details regelt die aktuelle Abiturfächerwahl Bayern.
Neben den Pflichtfächern werden Leistungskurse intensiver und mit mehr Wochenstunden belegt. Diese Kurse werden in Block I doppelt gewertet und in Block II als Prüfungsfächer bevorzugt.
| Tipp für die Fachwahl: Leistungskurse sollten in Fächern gewählt werden, in denen regelmäßig gute Leistungen erzielt werden. In einem Fach, das einem liegt, lassen sich deutlich mehr Punkte sammeln als in einem Pflichtfach, das nur mühsam beherrscht wird. |
Das größte Problem für alle bleiben jedoch die Pflichtfächer, da diese nicht jedem liegen. Das ist nicht schlimm, wir sehen es auf unserer Nachhilfe Plattform deutlich mit Mathe, Deutsch und Englisch als meistgefragte Fächer für Nachhilfe. Du bist also nicht alleine! Jeder hat seine speziellen Stärken und Schwächen, und Nachhilfe setzt genau da an und kann dir bei diesen Fächern etwas unter die Arme greifen.
„Nachhilfe hat mir das Abi gerettet, zumindest fast. Bestanden hätte ich es wohl auch so, aber mit welchem Durchschnitt? Ich hab einfach zu spät mit den Zusammenfassungen angefangen und brauchte jemanden, der mir hilft, die Lücken in Mathe noch aufzuholen.”
-- Alex, 19, Ingolstadt
Mathe Abitur Nachhilfelehrer finden
Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Mehr als zwei Drittel der Gesamtnote werden bereits in Block I festgelegt, also lange bevor es in den Prüfungsraum geht. Wer erst kurz vor den Prüfungen mit der Vorbereitung beginnt, verschenkt wertvolle Punkte.
Frühzeitig anfangen: Spätestens zu Beginn der Qualifikationsphase lohnt es sich, den Lernplan zu strukturieren und zu klären, in welchen Kursen Unterstützung gebraucht wird.
Lücken schließen, bevor sie sich anhäufen: Unverstandene Themen stapeln sich im Laufe der Schuljahre. Regelmäßige Nachhilfe kann verhindern, dass aus einer kleinen Schwäche eine große Lücke wird.
Prüfungsfächer bewusst wählen: In den meisten Bundesländern gibt es einen gewissen Spielraum, welche Fächer in Block II als Prüfungsfächer gewählt werden. Dieser Spielraum sollte für Fächer genutzt werden, in denen eine besondere Sicherheit besteht.
Einen konkreten Lernplan für die letzten Monate vor dem Abitur bietet unser Artikel zur realistischen Abiturvorbereitung.

Wer das Abitur nicht besteht, hat in fast allen Bundesländern die Möglichkeit, die Prüfungen zu wiederholen. In der Regel darf das Abitur einmal vollständig wiederholt werden. In einigen Bundesländern gibt es außerdem Nachschreibetermine für einzelne Prüfungen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Die meisten Schülerinnen und Schüler, die das Abitur wiederholen, bestehen es im zweiten Anlauf. Nicht bestanden zu haben bedeutet also keinen Abschluss der schulischen Laufbahn.
| Wichtig: Die genauen Regelungen variieren je nach Bundesland. In Bayern gilt eine Wartezeit von einem Jahr vor der Wiederholung; in Nordrhein-Westfalen gelten andere Bedingungen. |
Wer in einzelnen Prüfungsfächern die Mindestpunktzahl nicht erreicht hat, sollte genau analysieren, wo die Schwächen lagen. Oft reicht gezielte Förderung in einem oder zwei Fächern, um beim zweiten Versuch deutlich besser abzuschneiden.
Das Abitur-Punktesystem ist kein Geheimnis, aber viele warten zu lang damit, es wirklich zu durchdringen. Wer früh versteht, wie Punkte fürs Abi berechnet werden, wie Block I und Block II zusammenspielen, wie Leistungskurse gewichtet werden und welche Mindestpunktzahlen gelten, kann die Schullaufbahn gezielt darauf ausrichten.
Die Qualifikationsphase entscheidet über mehr als zwei Drittel der Abschlussnote, eine strategische Fächerwahl und regelmäßiges Schließen von Lücken zahlen sich deshalb direkt aus. Wenn du rechtzeitig handelst, hast du deutlich mehr Spielraum als wenn du erst kurz vor den Prüfungen anfängst.
Auf nachhilfeunterricht.de findest du erfahrene Lehrkräfte, die genau dort unterstützen, wo du es brauchst.
Die gewichteten Punkte aus Block I (max. 600) und Block II (max. 300) werden addiert, um die Gesamtpunktzahl zu erhalten. Diese Gesamtpunktzahl wird dann der Abitur Punktetabelle des jeweiligen Bundeslands zugeordnet, um die Abschlussnote abzulesen.
Mindestens 300 von 900 möglichen Gesamtpunkten sind erforderlich. Dabei müssen in Block I mindestens 200 Punkte und in Block II mindestens 100 Punkte erreicht werden. Wird einer dieser Werte unterschritten, gilt das Abitur als nicht bestanden, auch wenn die Gesamtpunktzahl auf den ersten Blick ausreicht.
Die Grundstruktur (0 bis 15 Punkte pro Kurs, maximal 900 Gesamtpunkte) ist bundesweit durch die Kultusministerkonferenz (KMK) einheitlich geregelt. Bei Mindestanforderungen, Prüfungsfächer Anzahl und einzelnen Gewichtungsregeln gibt es jedoch Unterschiede zwischen den Bundesländern. Ergänzend empfiehlt sich die Informationsseite des jeweiligen Kultusministeriums.
Leistungskurse werden in Block I doppelt gewertet, Grundkurse einfach. Das bedeutet: In einem Leistungskurs mit 12 Punkten zählen effektiv 24 Punkte in die Gesamtbilanz. Gute Leistungen in Leistungskursen haben daher einen überproportional großen Einfluss auf die Abschlussnote.
Ja. Regelmäßige, individuelle Förderung hilft, Lücken gezielt zu schließen und Unsicherheiten in Prüfungsfächern abzubauen. Da Block I über zwei Schuljahre gesammelt wird, wirkt sich kontinuierliche Verbesserung direkt auf die Gesamtpunktzahl aus. Auf nachhilfeunterricht.de finden sich Lehrkräfte für alle Abiturfächer.