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Wie funktioniert mein Unterricht?
Ich glaube nicht an Auswendiglernen. Ich glaube an das eine Gefühl, das bleibt: das "Aha!" – wenn etwas plötzlich Sinn macht und für immer in deinem Kopf bleibt.
So sieht eine typische Stunde bei mir aus:
Wo stehst du? (5 Minuten)
Wir starten mit einer einfachen Frage: "Was genau verstehst du schon – und wo hakt es?" Kein Druck. Kein Bluffen. Nur Ehrlichkeit.
Das Problem greifbar machen (10–15 Minuten)
Ich erkläre den schwierigen Punkt mit einem Beispiel aus deinem Alltag. Nicht mit einer Formelsammlung.
Mein Lieblingsbeispiel – und warum Statistik plötzlich Spaß macht:
Stell dir vor, du wirfst zweimal einen Würfel. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mindestens eine 6 würfelst?
Die meisten Menschen sagen: "1/6 + 1/6 = 2/6 = 33%."
Falsch. Aber wieso?
Ich zeige es dir mit einem Quadrat: 6 Reihen, 6 Spalten. Jedes Feld ist ein mögliches Ergebnis. 36 Felder. Die einzigen Felder ohne 6 sind die, wo beide Würfel 1–5 zeigen. Das sind 5×5 = 25 Felder. Also sind 36 − 25 = 11 Felder mit einer 6. Die echte Wahrscheinlichkeit ist 11/36 ≈ 30,5% – nicht 33%.
Diesen Unterschied von 2,5%? Der hat schon mal einer Million Euro gekostet. (Danke, falsche Statistik im Lotto.)
Das vergisst du nie wieder. Versprochen.
Gemeinsam rechnen (15–20 Minuten)
Dann rechnen wir. Ich nicht allein – wir zusammen. Du am Whiteboard, ich schaue zu, gebe Hinweise, lasse dich den Knoten selbst lösen. Denn selbst machen = selbst können.
Zusammenfassung & Hausaufgabe (5 Minuten)
Zum Schluss sagst du mir in einem Satz: "Heute habe ich gelernt, dass..." Und du bekommst 1–3 kleine Aufgaben für zu Hause. Nicht viel. Aber genau das, was hängen bleibt.
Das Wichtigste: Du bestimmst das Tempo. Wir wiederholen, bis es sitzt. Keine Frage ist peinlich. Meine Schüler nennen mich manchmal "die Detektivin für Mathe", weil ich rausfinde, wo genau der Knoten sitzt – und dann genau dort anfange.