Mein Unterricht orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen und dem Lerntempo der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers. Bevor ich mit neuen Inhalten beginne, lerne ich meine Schülerinnen und Schüler erst kennen: Was fällt ihnen leicht? Wo verlieren sie die Motivation? Was sind ihre Interessen? Auf dieser Basis erstelle ich einen individuellen Lehrplan, der realistisch, erreichbar un...
Mein Unterricht orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen und dem Lerntempo der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers. Bevor ich mit neuen Inhalten beginne, lerne ich meine Schülerinnen und Schüler erst kennen: Was fällt ihnen leicht? Wo verlieren sie die Motivation? Was sind ihre Interessen? Auf dieser Basis erstelle ich einen individuellen Lehrplan, der realistisch, erreichbar und auf das jeweilige Niveau — vom Anfänger bis zur Mittelstufe — zugeschnitten ist.
Im Unterricht selbst setze ich auf einen aktiven, abwechslungsreichen Ansatz. Ich arbeite gerne mit digitalen Tools, kurzen Videos, interaktiven Übungen und alltäglichen Beispielen, die den Stoff greifbar machen — denn Lernen funktioniert am besten, wenn es lebendig ist und Spaß macht. Frontalunterricht allein reicht nicht: Ich beziehe meine Schülerinnen und Schüler aktiv ein, stelle Fragen, rege zum Nachdenken an und schaffe Raum für Fehler, weil Fehler zum Lernprozess dazugehören.
Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist mir Motivation wichtig. Kleine Erfolgserlebnisse, ehrliches Lob und klare Fortschritte — das gibt Selbstvertrauen und die Energie, weiterzumachen. Ich passe meinen Ton und meinen Stil dem Alter an: Mit jüngeren Kindern arbeite ich spielerischer und nutze Bilder, Bewegung und kurze Einheiten. Mit Jugendlichen gehe ich strukturierter vor, erkläre Zusammenhänge und binde sie stärker in die Planung ein.
Aus meiner Erfahrung als Englischlehrer an Schulen in Afghanistan — wo ich Klassen von der 4. bis zur 9. Klasse unterrichtet und Jahres- sowie Monatslehrpläne selbstständig entwickelt habe — weiß ich, wie wichtig klare Struktur und gleichzeitig Flexibilität sind. Jede Stunde ist geplant, aber ich passe mich spontan an, wenn ich merke, dass ein Thema mehr Zeit braucht oder ein anderer Zugang besser funktioniert.
Meine Mehrsprachigkeit — Deutsch, Englisch, Persisch und Paschto — ist dabei ein echter Vorteil: Kinder mit Migrationshintergrund können sich in ihrer Muttersprache erklären, wenn sie auf Deutsch nicht weiterkommen. Das nimmt Druck und schafft Vertrauen.
Was mich als Lehrer antreibt, ist die Überzeugung: Jedes Kind kann lernen — manchmal braucht es nur den richtigen Weg dorthin.
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